Dein persönliches LinkedIn-Profil ist wie ein Schaufenster, über welches sich häufig die ersten Kontakte zu neuen Kunden und Geschäftspartnern ergeben. Auch Talente schauen sich Dein Profil genau an. Es ist also wichtig, dass Du einen guten ersten Eindruck machst.
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1. Dein Gesicht zur Marke: Warum Profil- und Hintergrundbild entscheidend sind
Du kennst es vielleicht: Noch wurde kein Wort gelesen, aber das Bild einer Person schon begutachtet. Auch wenn dieser Blick nur wenige Sekundenbruchteile dauert und nicht einmal bewusst ausgeführt wird, ist dieser optische Eindruck prägend und von großer Bedeutung. Unser Gehirn entscheidet in dieser kurzen Zeitspanne, ob uns ein Mensch sympathisch ist, ob wir ihn als vertrauenswürdig und kompetent einschätzen.
Hinzu kommt das Hintergrundbild, welches Du wie zum Beispiel bei Facebook das Titelbild noch zur Verstärkung der visuellen Beschreibung Deiner Persönlichkeit anlegen kannst. Es ist wie ein Banner, das plakativ vermittelt, wofür Du stehst.
Was bringt Dir das Profilbild konkret?
Ein freier Platz, ein grauer Fleck – das ist es nicht, was die Menschen erwarten, wenn sie ein LinkedIn-Profil aufrufen. Und tatsächlich hast Du mit einem Bild, beziehungsweise zwei Bildern, einige Vorteile:
- 14x mehr Profilaufrufe: Laut LinkedIn bekommst Du mit einem professionellen Profilbild bis zu 14-mal mehr Klicks.
- Höhere Kontaktanfragen und Nachrichten, weil Menschen eher auf jemanden zugehen, der authentisch und offen wirkt.
- Ein klarer Wiedererkennungswert, wenn Dein Hintergrundbild Dein Branding zeigt.
Tipps für die Erstellung von Profilbild und Hintergrundbild
Profilbild: Nutze ein freundliches, aktuelles Foto, das Dich frontal zeigt. Kein Urlaubsfoto in Badehose am Strand, kein Bild mit Sonnenbrille oder Katze auf dem Arm. Du musst nicht breit grinsen, aber ein freundliches Lächeln kann Wunder bewirken.
Hintergrundbild: Nutze die große Fläche hinter Deinem Profilbild bestmöglich aus. Zeig dort Dein Team, Deine Werkhalle, Dein Logo, Deine Markenfarben oder eine Grafik mit Deinem Slogan. Verzichte auf Blumenbilder oder Fotos vom Urlaub, es sei denn, Du bist Blumenverkäufer, Reiseblogger oder Reiseveranstalter.
Extratipp: Tools wie Canva haben eigene LinkedIn-Hintergrund-Vorlagen.
2. Deine Story als Magnet: So schreibst Du ein einprägendes „Über mich“
Ein paar zusammengepuzzelte Buzzwords, ein paar Positionen zur Branche oder kurze Stichpunkte zum Leistungsumfang. Kann man im Profil im Info-Text (oder auch „Über mich) machen, sollte man aber nicht.
Viele LinkedIn-Profile klingen langweilig und einfallslos, ähneln sich und sind beliebig austauschbar. Du aber willst DER Experte für Eventfotografie sein, DIE Beste, wenn Menschen eine technische Journalistin suchen, und DAS ideale Unternehmen für arbeitssuchende Sales-Manager sein.
Um Dich von anderen abzuheben, sichtbar zu sein und neugierig zu machen, musst Du erzählen, wer Du bist, was Du tust und was genau Talente, Partner und Kunden davon haben. Vergiss nicht: Dein Profil ist Deine Bühne, kein langweiliges Paper mit einem noch langweiligeren Lebenslauf. Zeige, dass Du anders bist als andere Anbieter. Sei nicht austauschbar.
Welche Wirkung hat das „Über mich“?
Stell Dir vor, jemand klickt auf Dein Profil, liest Deine ersten Sätze und denkt:
„Spannend! Das ist genau das Thema, was mich gerade beschäftigt.“ Oder: „Wow. Das ist genau das, was ich suche.“
Wenn das passiert, hast Du gewonnen, denn dann wird aus einem anonymen Profilbesuch eine Kontaktaufnahme und vielleicht sogar ein neuer Auftrag. Wie Dein „Über mich“ geschrieben und aufgebaut ist, beeinflusst, wer mit Dir und ob ins Gespräch kommen will.
Mit einem guten „Über mich“-Text:
- Weckst Du Vertrauen und Sympathie, weil Du Dich als Mensch zeigst.
- Bekommst Du mehr Nachrichten und Kontaktaufnahmen, weil Du genau erklärst, warum jemand mit Dir sprechen sollte.
- Erhältst Du mehr Chancen, aus dem Profilbesucher einen echten Geschäftskontakt zu machen.
So schreibst Du ein „Über mich“, das begeistert
Starte mit einem Satz, der neugierig macht. Zum Beispiel:
„Ich helfe Unternehmen, Prozesse so zu digitalisieren, um ihre Kunden glücklicher zu machen und gleichzeitig Zeit zu sparen.“
Nun aber solltest Du auch erklären, wie Du das machst, denn sonst ist auch dieser erste Satz nur eine leere Worthülse. Achte darauf, dass Du die ersten drei Zeilen mit interessanten Fakten zu Deiner Person und Deinem Angebot füllst, denn nur dann klicken die Menschen auch auf „Mehr lesen“. Danach kannst Du Deinen Info-Text noch weiter mit beruflichen, aber auch persönlichen Dingen füllen:
- Erzähle, was Dich antreibt und was Deine Arbeit besonders macht.
- Baue echte Erfolge oder eine kleine Story ein.
- Enden kannst Du mit einem Ausblick oder einer persönlichen Note.
3. Deine Referenzen und Skills: So machst Du aus Erfahrung Vertrauen
Dein Profil muss zeigen, dass Du nicht nur redest, sondern auch lieferst. Also solltest Du nicht einfach nur Deinen Lebenslauf mit den beruflichen Stationen bei LinkedIn eintragen, sondern Dein Profil auch mit Referenzen und Skills bestücken. Diese zeigen, dass Du nicht nur reden kannst, sondern auch wirklich etwas leistest. Statte Dein Profil also mit greifbaren Ergebnissen und Empfehlungen von Menschen aus, die schon mit Dir gearbeitet haben.
Was hast Du davon, wenn Du Referenzen und Skills einträgst?
Vielleicht kennst Du das selbst: Du suchst nach einem Anbieter oder Geschäftspartner und bleibst sofort länger bei dem Profil hängen, das konkrete Erfolge und echte Stimmen von Kunden zeigt. Mit Skills und dazu passenden Referenzen wird:
- LinkedIn Dein Profil öfter potenziellen Kunden, Bewerbern oder Partnern vorschlagen, weil es klar zu bestimmten Branchen und Skills passt.
- Dein Image steigen, weil die Empfehlungen wie Testimonials zeigen, was Du kannst.
- Ein starkes Bild Deiner Kompetenzen aufgebaut.
So trägst Du Skills und Referenzen klug ein
Berufserfahrung: Schreibe nicht nur „Marketing-Manager“, sondern:
„Leitung Marketingteam (6 Personen), Aufbau eines Content-Hubs, Steigerung der Leads um 120 % in 3 Jahren.“
Fähigkeiten: Wähle gezielt die Skills aus, nach denen Kunden oder Recruiter suchen. Aber übertreibe es nicht. Was Du wirklich gar nicht kannst, lasse lieber weg, ehe es später peinlich wird.
Empfehlungen: Bitte Partner, Kunden oder Kollegen, Dir eine Empfehlung zu schreiben. Biete das proaktiv auch selbst an – oft bekommst Du dann automatisch welche zurück.
4. Gefunden werden: Die Macht der richtigen Keywords
LinkedIn ist Karriereportal und Business-Netzwerk, aber auch eine Suchmaschine. Unternehmen und Recruiter suchen hier nach „Social Media Manager“, nach „Webdesigner“, aber auch nach „Nachhaltigkeitsstrategie“, „gesunde Ernährung“ und „Home Office“. Hast Du solche für Deine Branche und Deine Dienstleistungen und Produkte relevanten Keywords nicht im Profil, sinkt die Chance, dass Du gefunden wirst. Das ist also ganz genau wie bei der Suchmaschinenoptimierung für Deine Website oder Deinen Online-Shop: ohne Sichtbarkeit kein nachhaltiger Erfolg.
Was bewirkt das konkret, wenn Du Keywords nutzt?
Such einmal selbst auf LinkedIn nach Keywords, die in Deiner Branche wichtig sind. Das kann „Digitalisierung im Mittelstand“, „Industrie 4.0“ oder auch „Content Manager“ sein. Dir wird dann eine ganze Liste von Profilen angezeigt, die genau diese Keywords verwenden. Willst Du in dieser Liste dabei sein, musst auch Du mit diesen Begriffen arbeiten. Das Ergebnis:
- Du erscheinst in mehr Suchergebnissen und bekommst mehr Profilbesuche.
- Mehr direkte Anfragen und Nachrichten, ohne eigene Kaltakquise
- Das erhöht direkt Deine Chancen auf Leads, Projekte, Bewerbungen oder spannende Kooperationsanfragen.
Wie nutzt Du Keywords strategisch?
Um die maximale Wirkung zu erzielen, musst Du Deine Keywords klug in allen Textsegmenten, die das Profil bietet, einsetzen. Ein kurzer Input für das Vorgehen:
- Überlege, nach welchen Begriffen Dein Traumkunde oder Dein Wunschpartner suchen würde.
- Baue diese Keywords in Deine Überschrift, Deine „Über mich“-Texte und bei den Fähigkeiten ein.
5. Noch mehr Input – Deine Extras für maximale Wirkung
Neben den vier großen Stellschrauben gibt es noch ein paar zusätzliche Punkte, die oft unterschätzt werden – aber Deine Wirkung auf LinkedIn enorm verstärken.
1. Eine eigene, saubere URL
Du bekommst beim Registrieren eine URL von LinkedIn zugewiesen. Passe diese so weit wie möglich an, damit sie nicht so kryptisch aussieht. Statt linkedin.com/in/vorname-nachname-3827dkd9 besser linkedin.com/in/deinname. Das wirkt gleich viel professioneller und ist in einer E-Mail-Signatur oder auf Visitenkarten viel leichter teilbar.
2. Ein aktiver, aussagekräftiger Profil-Slogan
Nach Deinem Namen sehen die Besucher Deines Profils auch Deinen Slogan, wenn Du ihn für alle sichtbar eingestellt hast. Auch dieser sollte genau zu Dir und Deinem Angebot passen. Lass dort nicht einfach nur Deine aktuelle Position wie Geschäftsführer Restaurant-Name stehen, sondern nutze die 120 Zeichen, um noch mehr zu sagen. Versuche auch hier, relevante Keywords einzusetzen.
3. Präsentiere Medien und Projekte
LinkedIn bietet Dir die Möglichkeit, Arbeitsproben, Whitepaper, Videos oder Case Studies direkt in Deinem Profil anzuzeigen – besonders im Bereich „Im Fokus“ (Featured). So sehen Interessenten auf einen Blick, was Du wirklich kannst.
4. Zeige Deine Top-Beiträge
Nutze die „Im Fokus“-Sektion, um genau die Beiträge, Artikel oder Links anzuzeigen, die Deine Expertise am besten zeigen. Damit führst Du Besucher Deines Profils gezielt zu Deinen stärksten Inhalten.
5. Sei aktiv und pflege Kontakte
Jedes Netzwerk lebt von Aktivität. Damit Du wahrgenommen wirst, teile interessante Beiträge, kommentiere und erstelle auch eigene Posts bei LinkedIn. Deine Aktivität wird mit mehr Reichweite belohnt.
Scheue Dich auch nicht, Kontakte aufzubauen. Verschicke aber nicht wahllos Anfragen, sondern schreibe immer persönliche Nachrichten.
Baue Empfehlungen auf. Eine clevere Variante ist, die Fähigkeiten anderer zu bestätigen. Dann kommt oft auch etwas zurück.
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Dein Profil ist Dein bester Verkäufer
Ob Du persönlich postest, auf Beiträge reagierst, in Gruppen aktiv bist oder Werbung machst – alle Wege führen auf Dein LinkedIn-Profil. Hier entscheiden die Menschen, ob sie mehr über Dich wissen oder mit Dir arbeiten wollen. Mach Dein eigenes Profil zum besten Verkäufer, den Dein Unternehmen hat. Auch wenn Du noch eine LinkedIn- Unternehmensseite hast: Mit Deinem eigenen Profil baust Du Vertrauen auf und positionierst Dich als Experte in Deinem Bereich.
Quellenverzeichnis:
- https://www.linkedin.com/learning/linkedin-fur-studierende-2022-25063568/linkedin-profil-statt-lebenslauf
- https://www.spiegel.de/karriere/linkedin-brauche-ich-ein-profil-tipps-von-der-karriereberaterin-a-21d90597-875a-401d-9586-e1521408c659
- https://www.uteblindert.de/blog/linkedin-profil-selbstaendige-unternehmer/
- https://www.krauss-gmbh.com/blog/linkedin-zusammenfassung-best-practices-und-inspirierende-beispiele-f%C3%BCr-ihren-erfolg
- https://blog.waalaxy.com/de/best-practice-linkedin-schritte/
- https://de.masterschool.com/magazine/10-top-tipps-so-schreiben-sie-ein-starkes-linkedin-profil/
- https://blog.hootsuite.com/de/linkedin-fuer-unternehmen-marketing-leitfaden/#4_Marketing-Tools_fur_LinkedIn
- https://blog.hubspot.com/marketing/linkedin-profile-perfection-cheat-sheet
- https://www.blinkist.com/de/magazine/posts/linkedin-zusammenfassung
- https://www.cbs.de/blog/das-perfekte-linkedin-profil
- https://nonprofit.linkedin.com/de-de/resource-hub/getting-started/create-your-profile








